Bildung für Christen im Heiligen Land

Salvatorschule Nazareth:

Hochwertige Bildung für Christen im Heiligen Land

In Nazareth wuchs Jesus auf, hier ging er zur Schule. Jungen Christen im Heiligen Land eine hochwertige Ausbildung zu ermöglichen, ist uns Salvatorianerinnen deshalb ein Herzensanliegen. Dabei sollen alle Kinder an unserer Schule die nötige Förderung erhalten und ihren Platz finden. Das gilt auch und vor allem für diejenigen, deren Eltern sich das Schulgeld nicht in voller Höhe leisten können.

Christen und Muslime lernen gemeinsam

Rund 1.500 Mädchen und Jungen besuchen die Schule. Die meisten von ihnen sind Christen unterschiedlicher Konfessionen. Etwa 14 Prozent sind Muslime. Die Kinder kommen aus allen sozialen Schichten. „Bei uns erleben und erlernen sie Offenheit, Respekt und gegenseitige Wertschätzung“, erzählt Sr. Klara Berchtold, verantwortliche Salvatorianerin an der Schule. „Dies sind unverzichtbare Voraussetzungen für einen Frieden im Heiligen Land.“

Besonders wichtig ist es unseren Schwestern, dass sie die christlichen Schülerinnen und Schüler in ihrem Glauben und in ihrer Identität stärken. In Israel, wo es immer wieder zu Spannungen besonders zwischen Juden und Muslimen kommt, können Christen als Brückenbauer zwischen den Religionen wirken. Mit jüdischen Schulen gibt es Kooperationen, zum Beispiel im Sport.

Gleiche Chancen für alle

Christen und Muslime bilden die arabische Bevölkerung Israels, die häufig mit Diskriminierungen zu kämpfen hat. Die Christen sind sogar gleich zweifach in der Minderheit: (1) als Araber gegenüber der jüdischen Bevölkerung und (2) innerhalb der arabischen Bevölkerung als Christen gegenüber den Muslimen. Deshalb sind sie besonders betroffen: „Ohne eine gute Bildung haben sie keine Chance, in ihrer Heimat als anerkannte Mitglieder der Gesellschaft leben zu können“, sagt Sr. Klara. Sie und ihre Mitschwestern setzen gemeinsam mit Lehrern und Erziehern ihre ganze Kraft für die Kinder und Jugendlichen ein: Diese kommen mit 4 Jahren in den zur Schule gehörenden Kindergarten und bleiben anschließend bis zu ihrem Schulabschluss. „Wir nehmen jedes Kind auf“, betont Sr. Klara. „Die Schwächeren und die besonders Begabten erhalten eine besondere Förderung. Nur sehr selten muss ein Kind die Schule verlassen.“

Schulgeldhilfe für ärmere Familien

Rund die Hälfte der Familien, die ihre Kinder auf die Salvatorschule schicken, lebt nahe der Armutsgrenze. Dank vieler hilfsbereiter Menschen, die für die Schule spenden, kann ihnen ein Teil der Kosten für Schulgeld, Bücher und Schulkleidung erlassen werden. Sr. Klara ist froh über diese wichtige Unterstützung: „Insbesondere die Christen als Minderheit würden diese Hilfe an kaum einer anderen Schule in Nazareth erhalten. Die Möglichkeit auf einen guten Schulabschluss und eine hoffnungsvolle Zukunft würde den Kindern in vielen Fällen wohl genommen. An unserer Schule erhalten sie diese Chance.“